Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM): Einführung und Begleitung in der Praxis

„Der Leistungsausfall der Arbeitnehmer und die Milliardenkosten unterstreichen die Relevanz des Faktors Mitarbeitergesundheit als volkswirtschaftliche Größe“ , Prof. Dr. Thomas Straubhaar, HWWI, Februar 2010.

Hohe Milliardenbeträge gehen jährlich in Deutschland an Bruttowertschöpfung verloren – durch Fehlzeiten, Fluktuationen oder geringes Engagement der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Mit einem systematischen Betrieblichen Gesundheitsmanagement können Unternehmen gegensteuern, Fehlzeiten senken sowie Produktivität, Image und das Betriebsklima verbessern. Erste wissenschaftliche Studien zeigen außerdem, dass jedem Euro, der in Betriebliches Gesundheitsmanagement investiert wird, mittel- bis langfristig (3-4 Jahre) bis zu sechs Euro Kostenersparnis gegenüber stehen.
 
Ein Betriebliches Gesundheitsmanagement gliedert sich in vier Phasen: 

IST-Analyse
Was Sie nicht wissen, können Sie nicht managen: Erster Schritt ist die Analyse des Status Quo in Ihrem Unternehmen und der Aufbau von Strukturen (Steuerkreis) im Unternehmen. Mitarbeiterbefragungen, Gesundheitsberichte, Krankenstände, Zahlen zu Unfällen/Fluktuation, oder Krankenkassendaten können für die IST-Analyse verwendet werden.
 
Festlegung und Planung
Was soll verändert werden? Welche Ziele will man erreichen? Hier legen Sie die kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen und Verantwortlichen fest, entwickeln Kennziffern und besprechen Projektziele. Lassen Sie sich beraten – ein BGM muss individuell auf jedes Unternehmen zugeschnitten werden, Standardlösungen bringen nichts. Erste Hinweise aus Studien zeigen, dass bestimmte Maßnahmen (individuelles Stresstraining, Rückenschulen, ärztliche Ermahnungen und Informationen in Unterrichtsform) weniger effektiv und effizient sind. Erfolgreich dagegen: Aufsuchendes Training am Arbeitsplatz und Förderung eines gesundheitsorientierten Führungsstils. 

Durchführung der Maßnahmen
Maßnahmen können z.B. Führungstrainings, Suchtberatung, Teamentwicklung, medizinische Check -Ups oder Ernährungsberatungsangebote für MitarbeiterInnen sein. 

Evaluation
Ohne Überprüfung kein Erfolg. In der Phase bewerten Sie die Qualität der durchgeführten Maßnahmen, dokumentieren ihre Ergebnisse und legen ggf. neue Maßnahmen fest.

Sie wollen ein BGM aufbauen? So klappt’s in der Praxis:
  • Binden Sie Ihre Mitarbeiter/Innen mit ein, interne Kommunikation und ein klares Erwartungsmanagement sind wichtig, um ein BGM zum Laufen zu bekommen.
  • Machen Sie Gesundheit zur Chefsache, denn Gesundheit ist Führungsaufgabe. Insbesondere im mittleren Management müssen die Rahmenbedingungen auch so gesetzt werden, dass diese Aufgabe auch wahrgenommen werden kann.
  • Planen Sie genügend Ressourcen ein. Gesundheit im Unternehmen ist eine Investition in die Zukunft, die sich mittelfristig rechnen wird. Gerade in Krisenzeiten – das zeigen Studien.

Suchen Sie Anbieter, die Ihnen helfen, ein effektives BGM aufzubauen? Hier werden Sie mit Sicherheit fündig.
 
 

 
Fakten und Tipps

73 Milliarden € 
Bruttowertschöpfung gehen jährlich in Deutschland verloren – durch Arbeitsunfähigkeiten.

Veranstaltungen

Der 8. Gesundheitstag der Hamburger Wirtschaft findet am 11. April 2012 statt.

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