Psychosoziale Gesundheit und Führung
Psychosoziale Gesundheit und Führung
 
„Psychosoziale Gesundheit, fördern und fordern von Leistungsfähigkeit werden zentrale Führungsaufgaben“, Prof. Dr. Fischer, Mannheimer Institut für Public Health, Universität Heidelberg.
 
Psychische Belastungen gewinnen an Bedeutung. Veränderte Arbeitsanforderungen sind eine Erklärung für diese Zunahmen. Aber auch den individuellen Ressourcen zur Bewältigung von Belastungen – Resilienz, Selbstregulation oder auch der Umgang mit Stress – müssen bei Menschen besser entwickelt werden, denn den Fähigkeiten des Individuums kommt eine große Bedeutung bei der Bewältigung von psychischen Belastungen zu. Für Unternehmen wird es deshalb immer wichtiger über psychische Belastungen, ihre Auslöser und Hilfsangebote informiert zu sein. Psychische Belastungsfaktoren können z. B. sein:

Psychische Belastungen sind nicht selten und rücken daher seit ein paar Jahren auch stärker in den Mittelpunkt. Studien deuten daraufhin, dass knapp ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland im Laufe eines Jahres eine psychische Störung durchlebt. Allein in den letzten fünf Jahren sind die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von psychischen Erkrankungen um 51 Prozent gestiegen, während die somatischen Erkrankungen an Bedeutung verlieren.

Was können Unternehmen tun?
  • Wichtig ist es, die psychischen Belastungen nicht zum Tabuthema zu machen. Mit einer Gefährdungsanalyse psychischer Belastungen kann festgestellt werden, „wo der Schuh drückt“. Dann können zielgenaue Maßnahmen (z.B. Externe Mitarbeiterberatung) zum Abbau der Belastungen beitragen.
  • Unbedingt sollten alle Führungskräfte die Praxis einer „gesundheitsgerechten Führung“ erlernen. Führungskräfte haben nachweislich einen großen Einfluss auf das psychische und physische Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter, weil sie Arbeitsbedingungen, wie die Entscheidungsspielräume und Informationsflüsse, Arbeitszeit und –mittel sowie das Betriebsklima stark beeinflussen. Das heißt: Führungskultur und –verhalten sollten im Rahmen eines BGM große Beachtung finden.
  • Führungskräfte sind durch besondere Verantwortung und Erfolgsdruck oft selbst stark belastet. Gesundheitsorientierte Führung setzt jedoch Sensibilität für den persönlichen Lebens- und Arbeitsstil und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit voraus.
  • Hilfreich sind hierfür individuelle medizinische Check-Ups für Führungskräfte, die auch in ein individuelles Coaching integriert sein sollten, um Verhaltensänderungen herbeizuführen.
  • Viele Maßnahmen lassen sich – richtig angegangen – mit relativ geringem Aufwand betriebsintern durchführen. Für andere ist die Unterstützung durch externe Spezialisten sinnvoll und notwendig.
     

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Hilfreiche Links:
Bertelsmann-Studie: Der soziale Aspekt von Burn-Out, 2010, 694 kb
Unternehmenscheck Psychische Gesundheit, move europe
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